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UROLOGIKUM  |  Berlin Köpenick

Organsysteme

Unser Fachgebiet

Ins Detail…

Hier erhalten Sie einen übersichtlichen Einblick in die wichtigsten urologischen Organsysteme und deren Erkrankungen. Wir erklären Ihnen, wie wir diese diagnostizieren und behandeln – und welche Vorsorgemaßnahmen sinnvoll sind.

Die Prostata ist eine kleine, etwa walnussgroße Drüse, die direkt unter der Harnblase liegt und den ersten Abschnitt der Harnröhre ringförmig umgibt. Sie gehört zu den männlichen Geschlechtsorganen und produziert einen wichtigen Teil der Samenflüssigkeit. Veränderungen der Prostata können verschiedene Beschwerden auslösen.

Eine gutartige Vergrößerung (BPE – benign prostate enlargement) führt häufig zu Problemen beim Wasserlassen – wie etwa schwachem Harnstrahl, nächtlichem Wasserlassen oder dem Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können.

Prostatakrebs verursacht dagegen oft erst spät Symptome. Möglich sind unter anderem neu auftretende Beschwerden beim Wasserlassen, Blut im Urin oder der Samenflüssigkeit sowie Schmerzen im Beckenbereich. Viele Erkrankungen werden jedoch schon im Rahmen der Vorsorge entdeckt – bevor Beschwerden auftreten.

Eine frühzeitige Untersuchung hilft daher, Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln

Gutartige Prostatavergrößerung (BPE – benign prostate enlargement)

Im Laufe des Lebens wächst die Prostata häufig. Dadurch kann der Harnfluss schwächer werden, es kommt zu nächtlichem Wasserlassen, häufigem Harndrang oder dem Gefühl, die Blase nicht vollständig zu entleeren. Die BPH ist gutartig und zunächst konservativ-medikamentös behandelbar.

Prostatakrebs
Häufigster Krebs des Mannes

Entwickelt sich meist langsam und verursacht anfangs kaum bis gar keine Beschwerden.

Wenn Symptome auftreten, betreffen sie häufig das Wasserlassen. Es kommt zu Blut im Urin oder der Samenflüssigkeit. Eine Früherkennung mit Bestimmung des PSA-Werte erhöht die Heilungschancen erheblich.
zur Vorsorge

Prostataentzündung

Eine Entzündung der Prostata kann Schmerzen im Beckenbereich, Brennen beim Wasserlassen, häufigen Harndrang oder hohes Fieber verursachen.

Sie betrifft oft auch jüngere Männer und lässt sich meist antimikrobiell und analgetisch gut behandeln.

Wir nutzen moderne und schonende Methoden, um Veränderungen der Prostata sicher zu erkennen:

  • Anamnese & körperliche Untersuchung
    Einschätzung der Beschwerden und Tastuntersuchung.

  • PSA-Bluttest
    Wichtigster Marker zur Früherkennung von Prostatakrebs.

  • Hochauflösender Ultraschall (transabdominal sowie transrektal)
    Darstellung der Prostata, Samenblasen und Blasenhals mit möglichen Veränderungen.

  • Uroflow & Restharnmessung
    Analyse des Harnflusses und der Blasenentleerung zur Objektivierung Ihrer Miktionsqualität

  • MRT-gestützte Diagnostik
    Genaue Beurteilung verdächtiger Bereiche bei Vorliegen erhöhter PSA- Werte

  • Fusionsbiopsie
    Kombination aus MRT und Live-Ultraschall für eine präzise und schonende Gewebeentnahme bei V.a. Prostatakrebs

Bei gutartiger Prostatavergrößerung

  • Lebensstil- und Verhaltensmaßnahmen
    z. B. Flüssigkeitsmanagement, Blasentraining, Gewichtsreduktion
  • Medikamentöse Behandlung
    zur Entspannung der Harnblase oder Verkleinerung des Gewebes

Bei Prostatakrebs

Die Therapie richtet sich nach Ausbreitung, PSA-Wert und persönlicher Lebenssituation. Zu den Möglichkeiten zählen:

  • Aktive Überwachung (bei niedrigem Risiko)
  • Operation (radikale Prostatektomie)
  • Strahlentherapie
  • medikamentöse Tumortherapie (Hormonentzug, neue antihormonelle Medikamente)
  • moderne Systemtherapie

„Wir begleiten Sie individuell – von der Erstdiagnose bis zur Nachsorge.“

Bei Prostataentzündung

  • Antibiotika sowie entzündungshemmende, schmerzlindernde Medikamente
  • Entspannung des Beckenboden
  • Passagere drucklose Harnableitung via Harnblasenkatheteresierung
  • Schmerz- und Wärmetherapie
  • Bei chronischen Beschwerden: multimodale Therapieansätze (Phyto,- und Physiotherapie)

Früherkennung ist der wichtigste Schritt, um Probleme der Prostata rechtzeitig zu erkennen – besonders bei Prostatakrebs, der anfangs oft symptomlos verläuft.

Wir bieten Vorsorgeuntersuchungen nach aktuellsten Leitlinien sowie verschiedene erweiterte Vorsorgepakete (IGeL) an:

Basis-Vorsorge ( Krebsvorsorge basis )

  • Ärztliches Gespräch
  • Tastuntersuchung
  • Transdabdomineller Ultraschall, Restharnmessung
  • Urinstatus

Erweiterte Prostata-Vorsorge

  • PSA-Test
  • Ultraschall der Prostata

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Premium-Prostata-Check

  • ausführliche PSA-Diagnostik (inkl. freies PSA / PSA-Quotienten)
  • transrektaler Ultraschall
  • Uroflowmessung
  • individuelle Risikoanalyse ( IPSS-Bogen )
  • Empfehlung und Überweisung zur Ausbreitungsdiagnostik (z. B. MRT Prostata / Becken)

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Optional: Erweiterte Laborleistungen (IGeL)

  • differenzierte PSA-Diagnostik
  • biomarkerbasierte Risikoscores (falls gewünscht)
  • Mikrobiologie bei Verdacht auf Prostatitis

Wir beraten Sie individuell, welches Vorsorgepaket sinnvoll ist.

Die Harnblase ist ein dehnbarer Muskel, der den Urin speichert und kontrolliert entleert. Damit dieses Zusammenspiel reibungslos funktioniert, müssen Blasenmuskulatur und Schließmuskel gut koordiniert arbeiten.

Beschwerden wie häufiger Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen oder Probleme bei der Entleerung sind meist gut behandelbar.

Wichtig: Blut im Urin – einmalig oder schmerzlos – sollte immer ernst genommen und fachurologisch abgeklärt werden, da es ein frühes Zeichen für eine Blasenentzündung aber auch für eine Harnblasenkrebserkrankung sein kann. Früh erkannt, bestehen lokale und minimal-invasive Behandlungsmöglichkeiten.

Harnblasenkrebs

Blut im Urin ist das wichtigste Warnzeichen und Frühsymptom und sollte immer fachurologisch abgeklärt werden

Blasenentzündung (Zystitis)

Brennendes Wasserlassen, häufiger Harndrang und Schmerzen im Unterbauch. Meist durch Bakterien verursacht und gut behandelbar, auch ohne unnötige antimikrobielle Therapie

Überaktive Blase (OAB)

Plötzlicher, starker Harndrang – oft mit häufigem Wasserlassen oder nächtlichem Harndrang. Die Blase meldet sich zu früh oder zu häufig, obwohl sie nicht voll ist. Blasenentleerungsstörung / Restharn
Die Blase entleert sich nicht vollständig oder im Akutfall gar nicht – Harnverhalt

Mögliche Folgen: häufiger Harndrang, aufsteigende Infektionen Druckgefühl bis starke Schmerzen im Unterbauch.

Harninkontinenz

Ungewollter Urinverlust. Ursachen sind z. B. Beckenbodenschwäche, eine überaktive Blase oder eine gestörte Blasenschließmuskelfunktion.

 

Wir nutzen moderne und schonende Methoden, um eine eventuelle Blasenfunktionsstörung und Erkrankungen sicher abzuklären:

  • Urinanalyse + Urinkultur
    Ausschluss eines Infekts

  • Ultraschall der Harnblase
    Beurteilung von Blasenwand, Restharn, potentiellen Tumoren oder Steinen.

  • Uroflow & Restharnmessung
    objektivierte Messung des Harnflusses und der Entleerung.

  • Blasentagebuch / Miktionsprotokoll
    Bewertung von Trinkverhalten und Harndrangmustern.

  • Flexible Videozystoskopie (Blasenspiegelung) in Lokalanästhesie
    direkter Blick in die Blase bei Blut im Urin, chronischen Infekten oder Tumorverdacht.

Blasenkrebs

Individuelle Therapiekonzepte je nach Histopathologie & Tumorstadium.

  • Instillationstherapien ( BCG, Mitomycin )
  • systemische Therapie im fortgeschrittenen Stadium

Überaktive Blase

  • Blasen- und Verhaltenstraining
  • Beckenbodentherapie
  • Medikamente (Anticholinergika/Mirabegron)
  • Botulinumtoxin in die Blase (bei therapierefraktären Verläufen)Bald verfügbar!

Blasenentzündung

  • Antimikrobielle Therapie
    o bei bakterieller Ursache und nach vorheriger Prüfung potentieller Resistenzen
  • Schmerz- und Krampflöser
  • pflanzliche Präparate zur Vorbeugung, Phytotherapie und Immunmodulation
  • Immunisierung (StroVac, etc.) [Siehe auch Reiter Immunisierung]

Blasenentleerungsstörung/Restharn

  • Entspannungstechniken & Physiotherapie
  • Medikamente zur Verbesserung des Harnflusses
  • intermittierender Selbstkatheterismus (bei starkem Restharn), Anleitung auf Wunsch bei Ihnen zu Hause

Harninkontinenz

  • Beckenbodentraining
  • Medikamente
  • Elektrostimulation/Biofeedback
  • Transurethrale Botox-Injektion in Planung

Strovac®-Impfung bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen

  • Strovac®-Impfung als bewährte Möglichkeit, das Immunsystem gezielt gegen die häufigsten Erreger von Harnwegsinfektionen zu stärken.
  • enthält inaktivierte Bakterienstämme (u. a. E. coli), welche das Abwehrsystem trainieren und so Häufigkeit und Schwere wiederkehrender Infekte deutlich reduzieren können.
  • Grundimmunisierung bestehend aus 3 Injektionen im Abstand von je 2 Wochen.
  • Ein Auffrischimpfstoff (Boosterung) nach 12 Monaten kann den Schutz verlängern.
  • Viele Patientinnen berichten über eine spürbare Entlastung und weniger Antibiotikabedarf.
  • Die Strovac®-Impfung ist besonders sinnvoll bei 3 Harnwegsinfekten pro Jahr oder wenn Antibiotika schlecht vertragen werden.

Wir beraten Sie individuell, ob diese Therapie für Sie geeignet ist.

Regelmäßige Vorsorge hilft, Blasenveränderungen früh zu erkennen – vor allem bei:

  • Blut im Urin
  • chronischen Infektionen
  • positive Raucher- und Familien – sowie Berufsanamnes

Wir bieten Ihnen:

  • Urincheck (Basis)
  • Sonografie der Blase
  • erweiterte Tumorvorsorge (z. B. Urinzytologie, Blasenkrebstest/Marker als IGeL)
    Jetzt Termin vereinbaren
  • Schonende, flexible und starre Videozystoskopie in instillierender Lokalanästhesie
  • Beratung zu Risikofaktoren & Prävention

Die Nieren filtern das Blut, regulieren unter Anderem den Flüssigkeitshaushalt und leiten den Urin über die Harnleiter in die Blase. Wird dieser Abfluss gestört – etwa durch Nierensteine, Entzündungen oder Engstellen – kann es zu Flankenschmerzen, Blut im Urin oder wiederkehrenden Infektionen kommen.

Nierentumoren verursachen anfangs oft keine Beschwerden und werden häufig zufällig entdeckt. Eine frühzeitige urologische Abklärung ist deshalb wichtig, um Veränderungen der Niere rechtzeitig zu erkennen und gut behandeln zu können

Nierenkrebs

Wird häufig zufällig im Ultraschall entdeckt oder m Rahmen anderer bildgebender Verfahren, da er anfangs kaum Symptome verursacht. Früh erkannt bestehen sehr gute Therapiechancen.

Nierensteine

Sehr häufige Ursache für Flankenschmerzen und Blut im Urin. Steine können spontan abgehen oder müssen – je nach Größe und Lage – behandelt oder entfernt werden.

Nierenzysten

Oft harmlos und zufällig entdeckt. Regelmäßige Kontrolle sind dennoch empfohlen.

Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis)

Entzündung des Nierengewebes, meist durch aufsteigende Infektionen.
Typisch sind Fieber, Schmerzen in der Flanke und ein allgemeines Krankheitsgefühl.

Wir nutzen moderne Verfahren, um Nierenerkrankungen sicher zu erkennen:

  • Urinanalyse
    Nachweis von Blut, Entzündungen oder Eiweiß.

  • Laboruntersuchungen (Nierenwerte)
    Kreatinin, eGFR u. a. zur Beurteilung der Nierenfunktion.

  • Ultraschall der Nieren und Harnwege
    Darstellung von Steinen, Tumoren, Zysten oder Abflussstörungen.

  • Ausschluss von Harnstau
    wichtige Untersuchung bei Schmerzen oder Infekten.

  • Überweisung zu moderner CT/MRT-Bildgebung/Nierenszintigrafie
    bei komplizierten Steinen, Tumorverdacht oder unklaren Befunden.

  • Uroflow/Restharn
    bei Verdacht auf Abflussstörungen aus der Blase.

Nierenkrebs

  • moderne systemische Therapie im fortgeschrittenem Erkrankungsstadium

  • regelmäßige laborchemische und sonografische Nachsorge

Nierensteine

  • Schmerztherapie

  • medikamentöse Unterstützung beim Steinabgang / leitliniengerechte Expulsionstherapie

Nierenzysten

  • Ultraschall-gestützte Verlaufskontrollen

  • Überweisung zur CT-Bildgebung

  • Indikationsstellung zur Operation

Nierenbeckenentzündung

  • antimikrobielle Therapie nach vorheriger Aservierung einer Urinkultur und Resistenztestung

  • Behandlung der Ursache (z. B. Abflussstörung)

Eine regelmäßige Kontrolle der Nieren ist besonders sinnvoll bei:

  • Bluthochdruck oder Diabetes
  • wiederkehrenden Harnwegsinfektionen
  • familiärer Neigung zu Nierensteinen
  • Blut im Urin
  • Nikotinkonsum (Risiko für Nierenkrebs)

Wir bieten:

  • Urincheck (Basis)
  • Ultraschall der Nieren und Harnwege
  • Erweiterte Laborwerte (IGeL möglich)
  • Individuelle Risikoberatung

Früh erkannte Veränderungen lassen sich meist sehr gut behandeln und schützen langfristig die Nierenfunktion.

Penis und Hoden bilden gemeinsam die zentralen Strukturen der männlichen Harn- und Fortpflanzungsorgane.
Der Penis dient als Ausführungsorgan der Harnröhre und erfüllt zugleich eine wesentliche Funktion in der sexuellen Reproduktion. Die im Hodensack (Skrotum) lokalisierten Hoden sind für die Spermatogenese sowie für die endokrine Produktion der männlichen Sexualhormone, insbesondere des Testosterons, verantwortlich. Das koordinierte Zusammenspiel dieser Organe gewährleistet die kontinuierliche Bildung, Reifung, den Schutz und die physiologische Abgabe der Samenzellen.

Hodenkrebs

Der Hodenkrebs ist eine maligne Neubildung des Hodengewebes und tritt überwiegend bei jungen Männern zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Leitsymptome sind eine schmerzlose Verhärtung oder Größenzunahme des Hodens, seltener Schmerzen oder ein Schweregefühl im Skrotum. Eine frühzeitige Diagnostik ist entscheidend für die Prognose.

Hoden- und Nebenhodenentzündung (Orchitis / Epididymitis)

Die Orchitis (Hodenentzündung) und Epididymitis (Nebenhodenentzündung) sind akute entzündliche Erkrankungen, meist bakteriell oder viral verursacht. Typisch sind schmerzhafte Schwellung, Rötung, Überwärmung des Hodens, häufig begleitet von Fieber und Allgemeinsymptomen. Die Nebenhodenentzündung ist insgesamt die häufigere Form. Eine rasche urologische Diagnostik und gezielte Therapie sind entscheidend, um Folgeschäden wie chronische Schmerzen oder Fertilitätsstörungen zu vermeiden.

Hodenschmerzen

Hodenschmerzen können Ausdruck unterschiedlichster urologischer Krankheitsbilder sein, darunter entzündliche Prozesse (z. B. Orchitis, Epididymitis), traumatische Verletzungen, vaskuläre Durchblutungsstörungen oder funktionelle Ursachen. Die Schmerzintensität reicht von leicht bis ausgeprägt. Aufgrund der Vielzahl möglicher Ursachen ist eine urologische Abklärung zur gezielten Diagnostik und Therapieindikation essenziell.

Akutes Skrotum (z. B. bei Hodentorsion)

Das akute Skrotum bezeichnet einen plötzlich einsetzenden, hochschmerzhaften Zustand des Hodens. Häufige Ursache ist die Hodentorsion, bei der es durch eine Verdrehung des Samenstrangs zur Unterbrechung der Durchblutung kommt. Das akute Skrotum stellt einen urologischen Notfall dar und erfordert eine sofortige notfallmäßige Abklärung, da der Hoden nur für wenige Stunden vital erhalten werden kann.

Peniskrebs

Das Peniskarzinom ist eine seltene bösartige Tumorerkrankung der Penishaut oder des tieferliegenden Gewebes. Frühsymptome können persistierende Hautveränderungen, Knotenbildung, Verhärtungen, Schmerzen oder Blutungen sein. Eine frühe Vorstellung beim Urologen verbessert die therapeutischen Möglichkeiten erheblich.

Penisverkrümmung (Induratio penis plastica / Morbus Peyronie)

Die Penisverkrümmung beruht auf einer narbigen Bindegewebsveränderung der Schwellkörperhülle, die zu einer Achsabweichung des erigierten Penis führt. Häufig bestehen begleitend Schmerzen bei Erektion sowie funktionelle Einschränkungen beim Geschlechtsverkehr. Die Ausprägung und der Leidensdruck sind individuell sehr unterschiedlich.

Erektionsstörungen (Erektile Dysfunktion)

Die erektile Dysfunktion beschreibt die anhaltende Unfähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten. Ursächlich sind häufig vaskuläre, neurologische, hormonelle oder psychische Faktoren. Die Erkrankung kann ein wichtiger Frühhinweis auf zugrunde liegende Gefäßerkrankungen sein.

Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox)

Der vorzeitige Samenerguss ist eine Ejakulationsstörung, bei der es bereits kurz nach Beginn der sexuellen Stimulation zur Ejakulation kommt. Sowohl psychische als auch neurobiologische Faktoren können eine Rolle spielen. Die Erkrankung kann die sexuelle Zufriedenheit erheblich beeinträchtigen, ist jedoch gut behandelbar.

Prostataentzündung
Die Diagnostik von Prostatitis umfasst eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung, einschließlich einer rektalen Tastuntersuchung der Prostata. Ergänzend werden Urin- und Bluttests durchgeführt, um Infektionen und Entzündungen nachzuweisen. Ultraschall und manchmal eine Urinflussmessung oder eine Blasenspiegelung können ebenfalls notwendig sein, um die genaue Ursache und den Schweregrad der Prostatitis zu bestimmen.

Prostatavergrößerung
Die Diagnostik der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH) beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung, einschließlich einer rektalen Tastuntersuchung der Prostata. Ergänzend werden Urin- und Bluttests durchgeführt, um Infektionen und Nierenfunktion zu überprüfen. Ein Ultraschall der Prostata und der Blase hilft, die Prostatagröße und Restharnmenge zu bestimmen. Eine Uroflowmetrie misst den Harnfluss, um den Schweregrad der Harnwegsobstruktion zu beurteilen. Diese diagnostischen Schritte sind entscheidend, um eine optimale Behandlungsstrategie festzulegen.

Prostatakrebs
Die Diagnostik von Prostatakrebs umfassen neben einer Anamnese bzw. körperlichen Untersuchung auch die rektalen Tastuntersuchung der Prostata. Ein nächster wichtiger diagnostischer Schritt ist die Bestimmung des PSA-Werts (Prostata-spezifisches Antigen) im Blut. Auffällige Ergebnisse führen oft zu weiterführenden Untersuchungen wie transrektalem Ultraschall (TRUS) und Prostatabiopsien zur Gewebeentnahme und histologischen Untersuchung. Bildgebende Verfahren wie (PET/)CT bzw. (PET/MR) können zur genauen Bestimmung des Tumorstadiums und zur Planung der Therapie beitragen.

Prostataentzündung
Die Therapie von Prostatitis richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung. Akute bakterielle Prostatitis wird meist mit Antibiotika behandelt, oft begleitet von Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten. Bei chronischer bakterieller Prostatitis kann eine längere Antibiotikatherapie erforderlich sein. Nicht-bakterielle Prostatitis wird mit entzündungshemmenden Medikamenten, Alphablockern zur Entspannung der Blasenmuskulatur und manchmal auch mit Physiotherapie behandelt.

Prostatavergrößerung
Die Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH) hängt von den Symptomen und deren Schwere ab. Häufig eingesetzte Medikamente sind Alpha-Blocker, die die Muskulatur der Prostata entspannen, und 5-Alpha-Reduktase-Hemmer, die die Prostatagröße reduzieren. Bei stärkeren Beschwerden kann eine minimalinvasive Therapie wie die transurethrale Resektion der Prostata (TURP) oder andere operative Verfahren erforderlich sein. Eine regelmäßige Überwachung und individuelle Beratung durch den Urologen sind essenziell für eine effektive Behandlung.

Prostatakrebs
Die Therapie von Prostatakrebs hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Tumorstadium, der Aggressivität des Tumors und den individuellen Bedürfnissen des Patienten ab. Optionen können aktive Überwachung, Operation (radikale Prostatektomie), Strahlentherapie, Hormontherapie, Chemotherapie oder Immuntherapie umfassen. Die Auswahl der Therapie erfolgt nach einer umfassenden Beratung durch das medizinische Team unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren.

Gesetzliches Vorsorgeprogramm
Eine spezifische Vorsorgeuntersuchung für Hodenkrebs oder andere Erkrankungen der äußeren Genitalien ist nicht Teil des GKV-Leistungskatalogs; allerdings gehört die Tastuntersuchung der Hoden und der äußeren Geschlechtsorgane im Rahmen einer allgemeinen urologischen Untersuchung prinzipiell zur GKV-Leistung.

Hodenkrebsvorsorge für Risikogruppe der jungen Männer
Hodenkrebsvorsorge ist für junge Männer zwischen 20 und 40 Jahren wichtig. Neben der körperlichen Untersuchung führen wir relevante Ultraschall- und Laboruntersuchungen durch, um Anomalien frühzeitig zu erkennen. Diese umfassende Vorsorge erhöht die Heilungschancen erheblich und ist essenziell für Ihre Gesundheit und eine frühzeitige Behandlung von Hodenkrebs.

Der Darm ist ein zentraler Teil des Verdauungssystems und unterteilt sich in Dünndarm und Dickdarm. Er dient der Nahrungsaufnahme, Verdauung und dem Transport sowie der Ausscheidung von unverdaulichen Resten. Zudem spielt er eine wichtige Rolle im Immunsystem und bei der Aufnahme von Nährstoffen.

Darmkrebs, medizinisch auch kolorektales Karzinom genannt, ist eine bösartige Tumorerkrankung des Dickdarms (Kolon) oder des Enddarms (Rektum). Er entsteht meist aus gutartigen Vorstufen wie Darmpolypen, die sich im Laufe von Jahren zu Krebs entwickeln können.

Darmkrebsvorsorge
Die Darmkrebsvorsorge ist ein weiterer präventiver Bestandteil in unserer Praxis. Wir bieten nicht- invasive Screeningverfahren, wie moderne immunologische Stuhltests zur Früherkennung von verborgenem Blut im Stuhl an. Auffällige Testergebnisse ermöglichen eine frühe Risikoerkennung und werden strukturiert an gastroenterologische FachkollegInnen zur weiterführenden Abklärung (Koloskopie) übergeleitet. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur interdisziplinären Vorsorgemedizin.

Die Bauchaorta ist der größte Blutgefäßabschnitt im Bauchraum und ein Teil der Hauptschlagader (Aorta), die das Blut vom Herzen in den Körper transportiert. Sie verläuft hinter den Bauchorganen entlang der Wirbelsäule und versorgt unter anderem Magen, Darm, Nieren und Beine mit sauerstoffreichem Blut

Ein Bauchaortenaneurysma ist eine Erweiterung der Hauptschlagader im Bauchraum. Diese Ausbuchtung kann mit der Zeit größer werden und im schlimmsten Fall reißen – was lebensbedrohlich ist.

In der Regel lässt sich ein Aneurysma durch eine einfache und schmerzfreie Ultraschalluntersuchung des Bauches feststellen. Bei unklaren Befunden oder zur genaueren Planung erfolgt oft eine CT- oder MRT-Untersuchung.

Kleine Aneurysmen werden zunächst regelmäßig kontrolliert, um das Wachstum zu beobachten. Ab einer bestimmten Größe oder bei Beschwerden wird eine Operation empfohlen, entweder offen chirurgisch oder durch Einsetzen einer Gefäßprothese per Katheter (Stent).

Bauchaortenscreening
Für Männer ab dem 65. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen einmalig die Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung eines Bauchaortenaneurysmas.

Da diese Gefäßerweiterung meist lange symptomlos verläuft, im Rupturfall jedoch lebensbedrohlich ist, besitzt das frühzeitige Screening eine hohe präventive Bedeutung.

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Sexuell
übertragbare
Krankheiten

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) betreffen häufig die Harn- und Geschlechtsorgane und sind ein häufiger Vorstellungsgrund in der urologischen Praxis. Sie können akut symptomatisch verlaufen oder lange unbemerkt bleiben und Spätfolgen verursachen. Eine frühzeitige Diagnosestellung und konsequente Therapie sind entscheidend zur Vermeidung von Komplikationen und zur Unterbrechung weiterer Übertragungen.

HPV (Humane Papillomviren)

HPV umfasst zahlreiche Virustypen, von denen einige Genitalwarzen verursachen, während andere mit der Entstehung von Krebserkrankungen (z. B. Penis-, Anal-, Gebärmutterhalskrebs) assoziiert sind. Die Infektion verläuft häufig symptomlos. Eine Schutzimpfung steht zur Verfügung.

Chlamydieninfektion

Chlamydien sind eine der häufigsten bakteriellen STI. Die Infektion verläuft oft beschwerdefrei, kann beim Mann jedoch zur Harnröhrenentzündung, Nebenhodenentzündung und zu Fertilitätsstörungen führen. Eine frühzeitige antimikrobielleTherapie ist entscheidend.

Gonorrhö (Tripper)

Die Gonorrhö ist eine bakterielle STI, die vor allem Harnröhre, Rektum und Rachen betrifft. Typisch sind eitriger Ausfluss und Brennen beim Wasserlassen. Unbehandelt drohen aufsteigende Infektionen und Resistenzentwicklungen.

Syphilis

Die Syphilis ist eine systemisch-bakterielle Infektion mit mehrstadienhaftem Verlauf. Initial zeigt sich meist ein schmerzloses Geschwür, später können Haut-, Organ- und neurologische Symptome auftreten. Eine frühzeitige Therapie ermöglicht in der Regel vollständige Heilung.

Genitalherpes

Genitalherpes wird durch das Herpes-simplex-Virus (meist Typ 2) verursacht. Leitsymptome sind schmerzhafte Bläschen und Erosionen im Genitalbereich. Die Infektion verläuft rezidivierend, eine vollständige Heilung ist nicht möglich, aber gut therapierbar.

HIV (Humanes Immundefizienz-Virus)

HIV führt unbehandelt zu einer fortschreitenden Schwächung des Immunsystems im Vollbild AIDS. Die Infektion verläuft oft lange symptomlos. Durch moderne antiretrovirale Therapie ist heute eine nahezu normale Lebenserwartung möglich.

Hepatitis B und C

Beide Virusinfektionen verursachen eine chronische Leberentzündung und können langfristig zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen. Die Übertragung kann auch sexuell erfolgen. Für Hepatitis B besteht eine Schutzimpfung, Hepatitis C ist heute in vielen Fällen heilbar.

Die Diagnostik sexuell übertragbarer Infektionen erfolgt in unserer Praxis mittels moderner, leitliniengerechter Verfahren.

Je nach Fragestellung kommen eine körperliche Untersuchung, Abstriche, Urinanalysen sowie serologische Bluttests zum Einsatz. Der Erregernachweis erfolgt gezielt durch PCR-Verfahren (z. B. für Chlamydien und Gonokokken), Serologien bei Syphilis und HIV sowie Antigen- und Antikörpertests bei Hepatitis.

Bei klinischen Symptomen wie Hautveränderungen, Ausfluss oder Miktionsbeschwerden erfolgt eine gezielte, medizinisch indizierte Diagnostik.

Bei beschwerdefreien Patientinnen und Patienten ist ein STI-Screening insbesondere bei erhöhtem Risiko, neuem Sexualpartner oder bekanntem STI-Kontakt ebenfalls sinnvoll und wird in diesen Fällen als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten.

HPV-Diagnostik & PREVO-Check (IGeL)

Die gezielte HPV-Diagnostik erfolgt aktuell indikationsbezogen bei klinischem Verdacht oder auffälligen Befunden.
In Kürze bieten wir den PREVO-Check als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an
ein strukturiertes Vorsorge-Screening, insbesondere für asymptomatische Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risiko oder Wunsch nach präventiver Abklärung.

Chlamydien-Test

Zielgruppe: Gesetzliches Screening für Frauen unter 25 Jahren (jährlich)durch die KollegInnen der Gynäkologie; bei Männern nur bei Symptomen oder begründetem Verdacht.
Testverfahren: Urin-PCR oder Abstrich.
Kostenübernahme: Für Frauen bis 25 Jahre regelhaft durch die Krankenkasse, bei Männern nur bei medizinischer Indikation.

HIV-Test

Zielgruppe: Personen mit Risikokontakt, klinischem Verdacht oder vor Beginn einer HIV-PrEP. Testverfahren: Serologische Blutuntersuchung (Antikörper/Antigen, ggf. PCR). Kostenübernahme: Bei ärztlicher Indikation oder präventiver Notwendigkeit.

Syphilis-Test

Zielgruppe: Bei klinischem Verdacht, bekannten Risikokonstellationen sowie im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge.
Testverfahren: Serologische Antikörperdiagnostik im Blut.
Kostenübernahme: Bei medizinischer Notwendigkeit.

Gonorrhö-Test (Tripper)

Zielgruppe: Bei typischen Symptomen (z. B. Ausfluss, Dysurie) oder nach Kontakt mit infizierter Person.
Testverfahren: PCR-Nachweis aus Abstrich oder Urin.
Kostenübernahme: Nur bei begründetem klinischem Verdacht.

Hepatitis B & C – hausärztliche Vorsorge

Die Diagnostik und das Screening auf Hepatitis B und C erfolgen primär im Rahmen der hausärztlichen Versorgung sowie definierter Vorsorgeprogramme.
In der urologischen Praxis erfolgt kein routinemäßiges Hepatitis-Screening, jedoch bei bekanntem Befund eine Mitbetreuung im urologischen Gesamtkontext.

Die Therapie sexuell übertragbarer Infektionen richtet sich gezielt nach dem jeweiligen Erreger. Bakterielle Infektionen wie Chlamydien, Gonorrhö und Syphilis werden in der Regel effektiv mit Antibiotika, häufig in Kurztherapie, behandelt.

Virale Infektionen wie Herpes oder HPV sind nicht heilbar, können jedoch durch antivirale Medikamente bzw. lokale Behandlungsverfahren (z. B. Warzenabtragung) gut kontrolliert werden. Bei HIV sowie Hepatitis B und C kommen moderne antivirale Therapien durch die KollegInnen der Infektiologie zum Einsatz, die den Krankheitsverlauf nachhaltig günstig beeinflussen.

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